Nach der großen Sanierung der Treppenanlage des Klosters 2016 wurde das Würzburger Architekturbüro Spath Stöcker mit einer weiteren Sanierung beauftragt.

Zustand vor der SanierungDas Mariannhiller Kloster hatte nach der Restaurierung der großen Treppenanlage ein weiteres wichtiges Projekt geplant – die Erneuerung des in die Jahre gekommenen und sanierungsbedürftigen Turmkreuzes. Die breite Treppenanlage mit Verbindungen zur Mariannhillstraße und ebenfalls zur Salvatorstraße führt direkt zum Kirchenportal. Der Turm der Herz-Jesus-Kirche ragt hier 52 Meter hoch in den Himmel – abgeschlossen von einem weithin sichtbaren Kreuz.

Wie schon an der Treppenanlage hatte die Witterung auch am Turmkreuz Schäden verursacht, die umgehend behoben werden mussten.
Bei dem unter Denkmalschutz stehenden Kreuz hatte sich an der gesamten Konstruktion der Stahlbeton Jahr für Jahr verschlechtert. Bei der Anlage, von dem Würzburger Architekten Bosslet 1927 bis 1929 erbaut, war durch Korrosion der Stahl gerostet und hatte immer wieder Stücke aus dem Beton gesprengt. Diese Schäden waren irreparabel und der gesamte Aufbau musste vor Ort abgebrochen werden.
Die Architekten Spath Stöcker hatten nun die Aufgabe, unter Einhaltung aller denkmalschutzrechtlichen Auflagen die Planung für das Projekt zu erstellen. Während der Bauzeit wurde ein spezielles Gerüst errichtet, einschließlich einer Bespannung, damit kein Material unkontrolliert herabfallen konnte.

Für die neue Konstruktion wurde eine Fachfirma beauftragt, welche unter vorgegebenen Plänen die Schlosserarbeiten vornahm. Der dafür verwendete feuerverzinkte Stahl wurde einbrennlackiert. Die Farbe der Beschichtung wurde mit einem Farbscanner bestimmt, um den gleichen Farbton wiederherzustellen. „Das war übrigens auch ein Bestandteil der denkmalschutzrechtlichen Auflagen“, erklärt Architekt Rudolf Spath.

Die oberste Plattform des Turms wurde mit einer flüssigen Abdichtung versiegelt – hocheffizient und in der Art, wie sie auch auf Autobahnbrücken verwendet wird. Rudolf Spath dazu: „Heute verfügen wir bei Beton, Stahl und Abdichtung über ganz andere Möglichkeiten als noch vor 90 Jahren. Damit können wir der Witterung wirkungsvoll und langfristig begegnen.“
Im September 2017 wurde die neue Konstruktion mit einem Autokran hochgehoben, mit dem Stahlbetonuntergrund verbunden und abgedichtet. Die kleine Turmplattform unter dem Kreuz erhielt neue Leitungen zur Entwässerung, dazu eine neue Beleuchtungsanlage und einen erneuerten Blitzschutz. Die kleine Plattform für wichtige Wartungsarbeiten ist jetzt wieder begehbar und bietet einen fantastischen Blick auf die Mainfrankenmetropole Würzburg.

Anlieferung des neuen Kreuzesmarianhill turm das kreuz stehtAuf dem Weg  nach oben

marianhill turm aufrichtungmarianhill gesamt